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> Erfolgsgeschichten > Ein Rennen mit der Zeit

Erfolgsgeschichte

Uwe (45) und Beatrice (44)

Uwe (45, Abteilungsleiter) traf mit PARSHIP.ch Beatrice (44, in der Schulverwaltung tätig). Beide leben in Schaffhausen. Uwe hat uns geschrieben:

class="ps_standardText">"Es war schwierig, aus dem grossen Angebot bei Parship auch nur schon eine eingegrenzte Auswahl zu treffen. Kriterien wie Region, Alter, Kinder, Charakterzüge sowie die ganze Palette an Hobbys und Freizeitbeschäftigung zu einem ganzen Bild zusammenzufügen - so gestaltete sich die Auswahl richtiggehend als Arbeit. Es war klar, eine neue Partnerschaft sollte fürs Leben massgeschneidert sein, alles sollte stimmen. Dass hier und da doch kleine Makel auftauchten, liess mich wieder auf den Boden der Realität sinken. Also doch einen Kompromiss finden.

Jetzt wurde auf alle Seiten gelächelt. Es kam einiges zurück, vieles verschwand auf Nimmerwiedersehen in den Weiten des virtuellen Flirtraumes. Plötzlich ein erstes scheues Zurücklächeln, die ersten Zeilen und das schriftliche Herantasten an die Unbekannte. Nach einigen erfolgreichen Kontakten wurde der Mut grösser, das Lächeln wurde grosszügiger verteilt. Die erhoffte Erweiterung der Auswahl fand aber noch nicht statt. Irgendwann muss sich doch die grosse Liebe melden, der Mensch, bei dem alles stimmt und welcher auch mit den eigenen Unzulänglichkeiten zurechtkommt. Wieder eine Absage und dort lange keine Antwort. Die ersten Dates haben auch nicht den erhofften Traumpartner aufs Parkett gezaubert.

Es war Sonntag - der 7. Februar 2010. Eine Woche vor Valentinstag. Würde ich das Rennen mit der Zeit noch gewinnen können und vielleicht einer Angebeteten einen Blumenstrauss überreichen dürfen? Doch halt, ich hatte mir selber eine überlegte Vorgehensweise vorgenommen. Keine überhasteten Anfragen, bei Unsicherheiten lieber die Finger davon lassen. Dann entdeckte ich sie, unscheinbar zwischen ein paar Damen aus meiner Region. Ein Bild war noch nicht aufgeschaltet, das Profil noch nicht vollständig ausgefüllt. Die Selbstbeschreibung wurde kurz mit meinen eigenen Werten verglichen und 100% Übereinstimmung festgestellt. Also nichts wie los und gleich anlächeln.

Ich war selber überrascht, wie schnell die Antwort kam. Sehr scheu und zurückhaltend. Kein Name, man könnte sich ja kennen. Es folgten die üblichen Zeilen - wer bist du, was machst du so, ja, Kinder habe ich auch. Die Ordnung des Nachwuchses des Gegenübers lässt auch zu wünschen übrig. Es ist schwierig, zwischen den Zeilen zu lesen und aufgrund von schwarzen Buchstaben auf einem Bildschirm etwas über die nicht sichtbaren Eigenschaften eines virtuellen Gegenübers zu erhaschen. Aber irgendwie kam das Gefühl auf, hier liegt mehr in der Luft als purer Schreibwille. Die Sätze wurden persönlicher, es wurde bereits gescherzt und gelacht. Die ersten netten Worte. Mein Gegenüber schaffte es irgendwie, meine Identität zu googeln. So stand ich nunmehr ohne Geheimnisse da. Jetzt war der Zeitpunkt gekommen - alles oder nichts. Die magische Freigabe der verschwommenen Bilder. Ich war so positiv vom Konterfei der Dame überrascht, dass mir einen Augenblick die Finger von der Tastatur sprangen. Aber halt, die Optik ist nicht das einzige Kriterium. Der Mensch, welcher dahintersteckt, muss stimmen. Also wieder von Neuem losschreiben.

Innerhalb einer Woche wurden alle Vorsichtsmassnahmen in den Wind geschossen, es begann ein tiefgründiger virtueller Flirt. Die schönen Augen, die gutaussehenden Kinder, das nette Lächeln. Eine wunderbare Ausstrahlung. So gab ein Wort das andere, und ehe wir uns versahen, breiteten sich so etwas wie Gefühle aus. Der Vorschlag für ein erstes Treffen nach einer Woche wurde von der weiblichen Seite anfänglich etwas zurückhalten aufgenommen. Die Gefühle überredeten aber den Verstand und so wurde ein Date ausgemacht. Bis dahin blieben noch zwei Tage Zeit, um die letzten Wissenslücken zu füllen. Ich weiss nicht mehr, wann genau, aber es begann der Bauch zu kribbeln. War es Nervosität ob des bevorstehenden Treffens mit der unbekannten Dame, oder standen da etwa schon Schmetterlinge in den Startlöchern? Auf beiden Seiten bauten sich die Gefühle immer mehr auf. Was, wenn der reale Eindruck nicht dem bisher geschaffenen Traumbild entspricht? Gibt es noch ein Entrinnen? Respekt und Offenheit dem anderen gegenüber war von uns beiden als oberstes Gesetz definiert worden. Jetzt gab es kein Zurück mehr. Die letzte Nacht wurde zum schlaflosen Traum. Hoffnung, Zweifel, Wünsche gesellten sich zu den Gedanken.

Am Samstag, eine knappe Woche nach dem ersten Lächeln, standen wir uns gegenüber. Eine scheue Umarmung sollte der Startschuss zu einem wunderschönen Tag werden. Wir machten einen ausgiebigen Spaziergang. Die Kommunikation lief verblüffend rund, die anfängliche Nervosität schien in den Hintergrund zu treten. Das kalte Wetter kam dem Wunsch, sich die Hände zu halten, sehr gelegen. So bummelten wir durch die kalte, verschneite Landschaft und genossen auf einer luftigen Bank den mitgebrachten heissen Honigtee. War es meine Kunst des Teezubereitens, welche meine Herzensdame auftaute? Es schien, als lebten die schriftlichen Gefühle plötzlich in der Realität weiter. Nach einem weiteren erwärmenden Kaffeehalt schien das Eis endgültig gebrochen. Eine weitere Umarmung, ein erster zögerlicher Kuss, ja, da war so etwas wie echte gegenseitige Zuneigung. Kein schneller Flirt, wir spürten beide, dass da mehr war. Ein Nachtessen? Es bedurfte keiner grossen Überredungskunst, gemeinsam den Hunger zu stillen. Und weil der Tag so schön begann, wollten wir ihn auch gebührend zu Ende bringen. Die restlichen Nachtstunden verbrachten wir im leisen Smalltalk und händchenhaltend in einer lauten Lounge.

Wir waren uns von Anfang an über viele Dinge einig. Ihre zwei Kinder und meine drei gehörten zur Partnerschaft. Wertvorstellungen mussten nicht gross abgesprochen werden, verblüffend viele Gemeinsamkeiten bildeten eine gute Basis für eine nachhaltige und langfristige Beziehung. Verliebt in die Worte des anderen, was ich nie für möglich gehalten hatte, durfte ich am eigenen Leib erfahren. Ironie des Schicksals - Mahnfinger raten von jeglicher tieferer Gefühlsregung vor einem realen Treffen ab, zu gross die Gefahr, dass der potentielle Partner in Wirklichkeit nicht dem Bild der geschaffenen Vorstellung entspricht. Bei uns hat alles gepasst. Heute verbindet uns eine innige und wunderschöne Liebe. Parship sei Dank. Und wenn ich bedenke, dass sie zum Zeitpunkt meines Lächelns gerade mal zwei Stunden auf der Plattform angemeldet war, noch nicht einmal die Rechnung bezahlt hatte, und ich als erster Kontakt ihr Herz erobert habe. Zufall oder ein Wink des Schicksals? Wer fragt hier noch ..."

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